Mitteldeutsche Zeitung 07.02.2001
Fritz Januar 2003
Deutsche Handwerks Zeitung 01.02.2003
Mitteldeutsche Zeitung 24.02.2003
Mitteldeutsche Zeitung 01.03.2003
Mitteldeutsche Zeitung 14.02.2004

Mitteldeutsche Zeitung

Stadteile Mitte-Nord

Mittwoch, 7. Februar 2001 - 19


Kostümverleih
Adresse für Faschingsfans
Geschäftsleute mit närrischem Service

Von unserer Mitarbeiterin
I
NES KRAUSE

Wo sonst Kleidung gereinigt wird, können sich Karnevalsfreunde Kostüme ausleihen. Geschäftsfrau Viola Schuster (l.) und ihre Angestellte Martina Mieth führen einige Kreationen vor.

Reilstraße/MZ. Was ziehe ich an? Diese Frage quält nicht nur viele Frauen beim allmorgentlichen Blick in den Kleiderschrank, sondern oft auch Halles faschingsbegeisterte Narren. Denn sie wollen vor allem eines: Auffallen, und zwar mit einer möglichst originellen Verkleidung.

Das brachte Viola Schuster und Günter Lüddicke, beide Betreiber der kleinen Reinigung "HALtex" in der Reilstraße, auf eine Idee: Ein Kostümverleih, vor allem für junge Leute, die kurzfristig zu einer Faschingsparty eingeladen werden: "Denn viele Leute haben nicht die Zeit, sich selbst etwas zu schneidern", meint Lüddicke, der früher auch begeisterter Faschings-Fan war. Er erinnert sich noch gut daran, wie schwierig es mitunter auch für ihn war, sich eine originelle Verkleidung einfallen zu lassen. "Und diese Lücke wollen wir schließen", so Lüddicke. Bei seiner Idee kam ihm auch der Zufall zu Hilfe. Denn die Kollegin Viola Schuster lernte eine Künstlerin kennen, "die uns eine ganze Kollektion selbst geschneiderter Fantasiekostüme zur Verfügung stellte." Seit wenigen Tagen hängt der erste Teil bereits zur Ansicht im Verkaufsraum der Reinigung. "Und auch die ersten Anfragen von Kunden liegen bereits vor", so Lüddicke.

Das Repertoire ist bunt gemischt, allerdings, so meint er, "haben wir keine klassischen Kostüme wie Rotkäppchen oder Schornsteinfeger." Vielmehr handelte es sich um phantasievolle Einfälle, mit denen die Träger vor allem auffallen sollen. So zum Beispiel glänzende Schlaghosen oder auch weite Beinkleider für Haremsdamen. In Kürze sollen auch noch ein paar Kinderkostüme hinzukommen.

Wenn der zweite Teil der Kollektion eingetroffen ist, können die Kunden zwischen ungefähr hundert verschiedenen Verkleidungen wählen. Und wer Interesse an einem bestimmten Kostüm hat, kann sich auch für einen bestimmten Tag vormerken lassen. Am Aschermittwoch soll allerdings mit dem Kostümverleih alles vorbei sein. Denn die beiden Geschäftsleute planen das Angebot nur für die närrische Saison.

( i ) Die Kostüme können montags
bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr
in der Reilstraße 112 ausgeliehen
werden. Leihgebühr:
zehn bis 30 Mark pro Tag.



Fritz für Halle und Umgebung

Panorama

Januar 2003 - 4


Mehr als nur Pappnasen
Kostümverleih in der Reilstraße


Falls Sie auch zu den Menschen zählen sollten, die - im Gegensatz zu Polizisten oder Bankräubern - ihre Kostüme nicht von berufswegen gestellt bekommen, dann kennen Sie das Dilemma sicher gut: Jahr für Jahr, wenn die Faschingszeit an die Tür klopft, quält uns die eine Frage: Als was sollen wir bloß gehen? Schon wieder als lächerlicher Clown? Oder etwa nur als peinlicher Pappnasenträger? Sollten Sie auf diese oder ähnliche Fragen keine Antwort wissen, dann sind Sie in jedem Fall ein Fall für Viola Schuster. Denn Frau Schuster betreibt Halles einzigen unabhängigen Kostümverleih. Und das tut sie nun schon seit drei Jahren in einem kleinen Geschäft in der Reilstraße 112. Allen Kostümgrüblern bietet Sie dabei Faschings-Accessoires „quer Beet“, wie sie sagt. Will heißen: von der Schulmädchen-Uniform bis zum Nonnen-, Hexen- oder Funkengardenkostüm ist alles auf Lager. Die Preise bewegen sich zwischen zehn und 20 Euro je geliehenem Kostüm, das allerdings erst nach zwei bis drei Tagen zurückgegeben werden muss.



4 Deutsche Handwerks Zeitung

Handwerk im Kammerbezirk Halle

1. Februar 2003 / Nummer 3


HALtex GmbH: Erste umweltfreundliche Textilpflege in Halle (Saale)
Für den Kostümverleih
ist jetzt Hochsaison

Jeder kennt eine Reinigung und hat diese Dienstleistung schon einmal in Anspruch genommen. Aber wer vermutet in einer Reinigung auch einen Kostümverleih? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Firma HALtex GmbH in Halle aufgesucht.

HANS GÜNTER LÜDDICKE beim beladen einer modernen mit Kohlenwasserstofflösungsmittel betriebenen Reinigungsmaschine. Nach zirka 60 Minuten können die Textilien sauber und trocken entnommen werden.

Foto: Isajewa

Kennen gelernt haben sich Viola Schuster, Hans Günter Lüddicke und Manfred Wenkel 1992 in einem Anpassungslehrgang für Ingenieure. Der Kurs sollte arbeitslos gewordenen Fachkräften einen Wiedereinstieg in das Arbeitsleben ermöglichen. Während eines Praktikums in einem Chemnitzer Reinigungsunternehmen wurde die Idee geboren, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Viola Schuster brachte die notwendigen Fachkenntnisse mit. Als gelernte Chemiefacharbeiterin sowie mit einem abgeschlossenem Ingenieurstudium für Textilreinigung und einer Menge praktischer Berufserfahrung hatte sie die besten Voraussetzungen einen Reinigungsbetrieb in Halle zu etablieren.

Mit Geschäftseröffnung im Juli 1994 in der Reilstraße 112 haben auch Hans Günter Lüddicke und Manfred Wenkel den Weg aus der Arbeitslosigkeit gefunden. Alle drei bilden ein schlagkräftiges Team und sorgen für Sauberkeit und Hygiene.

1996 ist noch eine weitere Annahmestelle in der Köthener Straße hinzugekommen. Dort hat sich Manfred Wenkel vor allem durch seine kompetente Beratung einen großen Kundenstamm aufgebaut.

„Besonders stolz sind wir auf die hohe Qualität unserer Reinigung. Das ist einerseits auf das angewendete umweltfreundliche Verfahren zurückzuführen und andererseits wird bei uns nicht auf Handarbeit verzichtet. Hemden werden generell von Hand gebügelt“, berichtet Viola Schuster. Damit ist natürlich klar, umfangreiches Fachwissen, technisches Know-how sind unerlässlich um Vertrauen aufzubauen und seine Kundschaft zufrieden zu stellen.

Damit das auch so bleibt, werden immer wieder neue Ideen ausprobiert, um Kunden in den Laden zu ziehen.

Betritt der Kunde den Laden in der Reilstraße, gibt es immer neue Entdeckungen zu machen. Mal präsentieren Künstlern Grafiken, Gemälde oder Fotos. Aber auch Verkaufsausstellungen (beispielsweise von Hand gefertigte Filzsachen) haben hier schon stattgefunden. In der Faschingszeit hat Viola Schusters Kostümverleih Hochsaison. „Diesen Service bieten wir schon die dritte Saison an und haben gute Erfahrungen damit gemacht.“

Die HALtex GmbH ist auch mit einer eigenen Seite im Internet vertreten. Unter der Web-Adresse www.haltex.de kann der Interessierte sich zum Beispiel einen Internetbonus ausdrucken und im Geschäft einlösen.

mi


Mitteldeutsche Zeitung

Der Tag

Montag, 24. Februar 2003 - 2


Das Tigerkostüm ist bei Hallenser Kindern der Renner

Im Kostüm eines Tigers fährt Viola Schuster ihre Krallen in Halle aus. Sie ist Besitzerin von Halles einzigem unabhängigem Kostümverleih. Das Faschingskostüm "Tiger" ist bei den Hallenser Kindern in diesem Jahr die Nummer eins. Vergangenes Jahr wollten sich Kinder vor allem als Drachen oder Harry Potter verkleiden. Kostümklassiker wie der Cowboy oder die Prinzessin sind in dieser Session gar nicht gefragt.

Foto: ZB


Mitteldeutsche Zeitung

MZBlick

Sonnabend, 1. März 2003 - 25


Die Biene vom Waschsalon

Seeräuber, König oder Fee - als was gehe ich zum Karneval? Viola Schuster aus Halle hilft auch in diesem Jahr vielen Menschen über die närrische Zeit: In Halle betreibt sie einen Kostümverleih.

Von INES KRAUSE

Beratung ist alles: Viola Schuster weiß, wie man Untenschlossenen zu einem Kostüm verhilft. Das Biene-Maja Kostüm ist beliebt

MZ-Foto: Wolf Lux

Frauen sind schwierige Kunden. Sie haben keine konkreten Vorstellungen, und außerdem wollen sie immer besonders sexy aussehen. Schon deshalb kommen weit geschnittene, aber durchaus originelle Kostüme wie das des dickbauchigen Erdmännchens, des Handys, oder gar des Kondoms für faschingsbegeisterte Damen nicht in Frage. "Solche Kostüme sind vielen Frauen zu wenig figurbetont", sagt Viola Schuster. Sie muss es wissen, denn während der närrischen Saison betreibt sie in ihrer kleinen Textilreinigung in der halleschen Reilstraße einen Kostümverleih.

"Gegen die weit verbreitete weibliche Unentschlossenheit hilft nur intensive Beratung – und damit sind Ehemänner oft überfordert", weiß die zierliche Dunkelhaarige. Vor ein paar Tagen verbrachte eine junge Frau den ganzen Vormittag im Laden und wühlte sich missmutig durch die prall gefüllten Regale mit den Kostümen. "Ihre Laune wurde zunehmend schlechter; erst als ich ihr ein Biene-Maja-Kostüm vorschlug, war sie zufrieden." Warum? "Weil sie da zwar ihre Wespentaille zeigen, aber ihre etwas dickeren Oberschenkel unter einem weiten Rock verbergen konnte.

"Gegen die weibliche Unentschlossenheit hilft nur intensive Beratung. Und damit sind Ehemänner oft überfordert".

Freilich hat Viola Schuster ihren Fundus nicht nur für die Damenwelt, sondern auch für Männer und Kinder ausgerichtet. Rund 500 Verkleidungsmöglichkeiten, dazu Hüte, Umhänge, Phantasieanzüge und Klassiker wie Cowboy- oder Prinzessin-Kostüme, können ausgeliehen werden.

Angefangen hat alles vor drei Jahren, als Viola Schuster auf der Suche nach dem so genannten zweiten Standbein war. "Etwas, das man als Kleinunternehmer unbedingt braucht, um sein schmales Salär aufzubessern". Bei der Arbeit in der Reinigung – genauer gesagt: beim Bügeln – sei der Gedanke gekommen. "Da habe ich sowieso immer die besten Ideen, weil ich da den Kopf frei habe", sagt die kleine Frau, die beim Bügeln und auch sonst gern Jazzmusik hört.

Was also tun, wenn im Januar und Februar in der Reinigung saisonbedingt die Kunden wegbleiben? "Man muss sich nach etwas umschauen, das zu dieser Zeit Hochkonjunktur hat", überlegte Viola Schuster. Da lag der Gedanke an den Fasching nicht allzu fern. "Außerdem konnten wir damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Den Leuten, die sich ein Faschingskostüm ausleihen, können wir natürlich problemlos die Möglichkeit einräumen, die entliehenen Sachen anschließend wieder reinigen zu lassen."

Los ging es in der närrischen Saison des Jahres 1998 mit einer kleinen, selbstgeschneiderten Kostümkollektion, die eine Freundin aus alten Sachen umarbeitete. Nach und nach stockte Viola Schuster ihren Fundus auf, kaufte ausrangierte Kostüme aus dem Opernhaus oder Geschäftsauflösungen und ersteigerte Etliches im Internet.

Dass sie mit dem Kostümverleih den richtigen Nerv getroffen hat, kann sie selbst noch nicht so recht fassen. "Da kann man mal sehen, dass der Mangel mitunter auch sein Gutes hat", meint die 41-jährige. Denn in der Saure-Gurken-Zeit beschert ihre Idee der Reinigung inzwischen einen sicheren Kundenstrom. "Überhaupt muss man sehen, dass man mit guten Ideen im Geschäft bleibt", findet Viola Schuster, die seit 1990 in Halle lebt. Klar, die Zeiten sind schwierig - aber aufgeben will sie auf keinen Fall. Dabei wurde sie eher durch Zufall zur Unternehmerin: Gleich zur Wende wurde die ausgebildete Ingenieurin für Textilreinigung, die damals im Dienstleistungskombinat arbeitete, entlassen. Mit zwei Kollegen eröffnete sie danach eine Reinigung, nahm Kredite auf, stellte drei Mitarbeiter ein und legte los. "Ach ja, auch Waschbär Willi ist von Anfang an dabei", lächelt die Chefin. Gemeint ist ein Plüschtier, das als Maskottchen an der Preisliste im Laden hängt.

Irgendwann hat die findige Unternehmerin das Internet für sich entdeckt. Seitdem kann die Reinigung sogar eine eigene Homepage vorweisen. Erstellt hat sie Viola Schusters Freund, ein Computerfreak. Immerhin ist die Seite so gut geworden, dass sie vom Innungsmeister des österreichischen Textilreinigungsgewerbes offiziell belobigt wurde. Der Clou des Internet-Auftritts: ein virtueller Fleckenservice. Wer sich unter www.haltex.de dort hin klickt, dem werden Tipps zur Schmutzbehandlung gegeben.

"Ich wollte, dass der Kanzler erfährt, wie schwierig es oft für kleine Unternehmer ist".

Auch auf diese Idee kam Viola Schuster beim Bügeln. Genau wie auf die Sache mit dem Brief an den Bundeskanzler. Neulich, als sie mal so richtig sauer war, hat sie ihm tatsächlich geschrieben, gleich in ihrem kleinen Büro direkt neben dem Bügelbrett. "Ich wollte, dass er aus erster Hand erfährt, wie schwierig es oft für uns kleine Unternehmer ist", sagt sie. Einen ganzen Tag hat sie gebraucht, um sich den Frust von der Seele zu schreiben. "Mehr wollte ich nicht erreichen", meint Viola Schuster. Zwei Wochen später kam ein Anruf aus dem Bundeskanzleramt. Es kam zwar nichts raus dabei - und Viola Schusters Wut war auch schon fast wieder abgeklungen. "Gefreut habe ich mich trotzdem".

Schlechte Zeiten hin oder her, zum Fasching wird die Hallenserin in den nächsten Tagen trotzdem gehen , obwohl sie kein echter Fan des Karnevals ist, wie sie sagt. - Schon um sich mal ein Gläschen Rotwein zu genehmigen. Als Liebhaberin dieses fleckenintensiven Getränks hat sie übrigens einen deutlichen Vorteil: "Ich kann eventuelle Rotweinflecken hinterher einer Spezialbehandlung unterziehen".

Tja, und dann hat sie da auch schon wieder so eine Idee im Kopf, die langsam Gestalt annimmt: Eine neue Ausstellung in ihrem Laden. Kontakt zu einem Künstler hat sie bereits aufgenommen. "Damit die Kunden was zu gucken haben".


Mitteldeutsche Zeitung

SaaleKurier

Sonnabend, 14. Februar 2004 - 9


Junge Frau will als Musketier in der so genannten fünften Jahreszeit feiern

Was ziehe ich am Wochenende zum Karneval an? Die Antwort könnte sich beim Kostümverleih Haltex in der halleschen Reilstraße 112 finden. Sindy Lücke lässt sich hier von Viola Schuster das Musketierkostüm anpassen. Die achtjährige Yvonne findet diese Verkleidung nicht schlecht. Was sie selbst tragen könnte, haben zwei Mädchen gleichen Alters in halleschen Geschäften ausprobiert. Mehr dazu auf Seite 15.

MZ-Foto: Lutz Winkler

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